schwarzer wein

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Ich breche mein schweigen
Ich mag es gefährlich zu leben
Mit deinem namen explodierten wolken
Zentimeter über meiner haut
Die schwarzen buchstaben explodieren wie granaten und reißen
Meine schatten in die verständnislosigkeit
Es ist so hart weiterzumachen
Auf vögeln zu balancieren

Kleine unsichtbare holzfigur, vierviertel takte in die zitternden
Umrisse der kirchen genäht

Sie hängen alle zusammengekauert auf den kalten steinen
Hoffen noch
Dass ein gebet
Der dildo wird
Den sie sich nachts reinstecken

Sie sagen nennt mir einen der kein parasit ist
(mein bewusstsein explodiert
Wie ein zepellin
über den dächern des dorfes

Warum stehen sie da um die totgeburt?
Die verwesen, von der sonne zersetzt, jahrelang schmorte
Unsichtbar
Für die augen des dichters

Was auch immer du festzuhalten versuchst, lass es los
Die sinnblüten stülpen sich nach außen, gärten in denen wir
Das wilhelm tell schießen üben
Die vergänglichkeit des bildes zeigt sich in der spiegelung
Meiner zunge (auf der ein unsichtbares
Totes pferd liegt)
In deinen augen, gespiegelt, tausend kaleidoskope

An dünne schwarze fäden aus meinen fingern
Gehängt
Werden
Heißt
Die gesammelten vogelaugen
In die schornsteine
Von ziegelseteinmetaphern
Zu werfen

Geworfen werden wie eine handvoll sand, zerstäubte
Schwarze energie
In den himmel, nacht / vers (klavung)
Unsere überdehnten schatten

Hängen wir jetzt wie kleider an die wäscheleine
Im klo
Liegt eine rose

Ich zeige dir
Wie man atmet
Unterwasser
Neben der farbvibration
Des klaviers
Spiel noch ein wenig, bald sind wir da
Und segnen die welt
Bis das abendreich aus meinen händen tropft
Wie kalter wein
Meine schattenlosigkeit kämmt die straße
Entzieht der straße die lichtgräten
Es bedeutet nicht viel
Sagtest du
Am fenster
Das licht war nicht aufklärerisch
Meine hände konnten dich nicht halten
In jedem finger schwammen tausend tote fische
Ich werde es schaffen

Unter deine haut zu gehen
Meine blicke graben sich vor
Durch die erzschächte
Nur das leise
Zirpen
Eines am giftgas
Sterbenden gedichtvogels

Wir wissen dass es im himmel keine zäune gibt
Die uns abhalten könnten
Unsere eigenen
Aus der stahlgedichtwolle
herzustellen

Kannst du wieder das mädchen sein
Das mir die lider schließt
Um einzuschlafen
Im schnee
Toter leerer rosengarten
Ich wollte die nacht lang deine augen
Aussaugen
wie schwarze nebelkirschen
aus dem geozentrischen weltbild meiner verse
vielleicht / was sie uns auftischen

kann ich nicht mehr sehen, weg mit dem scheiss
wer will landkarten für seelen
die schwarz auf den stahlgerüsten
der einsamkeit gebaut wurden
wir können doch nicht schon wieder eine
seelenwanderung machen oder soetwas wie einen
obolus erfinden für den typen
der sagt er sei ein dealer
merci
ruft er aus der ferne
wir freunden uns an mit ihm
er sagt er ist eigentlich ein agent
aus der hölle
er soll in unseren mündern
nach versteckten zahnbomben suchen
die welt ist medial
vernetzt in einer metapher die keiner kennt
er ruft bei einem anderen an
der kommt vorbei und bringt uns eine tote
schwarze katze
einen goldfisch
und fragt ob das surreal genug sei / wir

verstehen seine aufregung nicht
wir verwenden eine flöte
um die schlange
aus den augen
eines einsamen regenverses
zu beschwören / ich

verlasse mich
auf dein verlassen in meine eigenen
vier beine
(wenn ich doch nur ein pferd wäre ruft mein lyrisches ich
Mir zu)
Dir zu sagen dass unsere tochter neue kleider hat
Wäre versverschwendung / vollendung einer mondlandung
Im moment spielen sie blackjack
In einer meiner herzkammern
Umklammern
Eine gummipuppe
Sexpuppe
(führen ihr intravinös ein gedächtnis ein,
fürs ewige profilieren des dichters / zufälliges
herumtippen auf der handytastatur
um neue ufer zu finden
mit wasserfällen
die man sich dann
ansieht (?) / du
denkst vielleicht
es regnete seit meiner geburt
also kam ich hierhin?
Und dein 77 stunden kuss tat weh
Dieser schmerz macht mich schwimmen lernen
In regentonnen
Verwandelt in einen hirschkäfer
Der sich verlaufen hat
In einem kleingartenverein habe ich deine wange
Gestreichelt
Deine erde war es
Auf der meine sonnenblumen wuchsen
Totgeburten
Wieder deine liebe
Ich bin so stolz zu sehen
Dass du noch lächeln kannst wie ein kleines mädchen
Nach all den jahren
Dieser eine moment in deinem leben
Wenn du von der erinnerung leben kannst
Du weißt sie falten sich die pässe
In die socken

Wenn sie übersegeln / auf eine urzeitinsel
Die gedanken werden hier strikt getrennt / sie müssen doch
Irgendwohin ?/ stundenlang starren sie auf das eine boot
Das rosen verfrachten ein rosenberg
Auf dem kleinen fischerboot / kleine himmel bluten
Über deinem schädel
Schlaf bei mir heute nacht
Spiel mir das unsichtbare tamburin der nacht
Über die knochen
Wie schwarze milch / alles

Ist vorbereitet
Für die sitzung wort an wort
Die entscheidung

Mit wem man zum ball
Des wahnsinns
Geht

Bleibt aus

Ich habe angst
Vor der stille
Zwischen den zeilen
Leerstellen
Areale
Im vers
Nie

Könnte dieser ort
Bewohnt werden
Der regenbogen
Bleibt aus

Die straße ist zerstört
Von überdeutlichen glücksgefühlen
Die auf meinen fingern landen
Wie schmetterlinger
Die gleich wieder verschwinden
Nebelschmetterlinge
Deren farben von meinen fingern tropfen
Farbblut auf wangenknochen wenn ich dich streichle / es

Bleibt
Irgendwie
Doch nur der tod
Kleiner schwarzer punkt
Hinterm letzten satz
Des romans
Einer sekunde / habt mitleid

Mit seiner wut / das versfressen
War nicht dazu bestimmt
Aus dichtern wölfe zu machen / die schamanen

Lasen stunden shakespeare und töteten ihn mit
Selbstüberzeugtheit

Geht weg hier wenn ihr keine ahnung habt
Hier werden gerade
Blumen geköpft
Um mitternacht vergehen die alptraumrosen
Auf dem schiff
Auf meinem balkon
Auf deinem rücken
Wo sie jahrtausende lang wuchsen
Und von schwarzen löchern
In meinen augen
Ihrer schönheit beraubt wurden / im morgengrauen

Fährt die titanik / wolken
Werden von dir über meinen körper gesetzt
Wie schachfiguren / wir

Oder ich und ich / du und ich / ich und du
Ich in der (vers) mitte / verwechslungsgefahr wenn du / ich
Ich und ich wir sind und sind dann vers und ich
Nicht ich und ich
Und du und ich nicht eine art
Gedicht? / gestern

Habe ich deinen brief bekommen
Ich bin vorsichtig hineingeklettert
Über die leiter
In den himmel
Ich musste deinen vagen gesichtsmetaphern
Schatten schenken
Um in dieser gesellschaft sein zu dürfen / send mir nicht mehr
Deinen adresse auf dem briefumschlag
Ich werde nicht mehr zurückschreiben
Im himmel
Lässt es
Sich gut ertrinken
In einer badewanne
Gefüllt mit dem schwarzen wein
Aus deinen augen

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