inzwischen

In by Sean Keller0 Comments

wenn nicht alle immer sagen würden

stell dich auf den kopf

sägen singen kreischen

holz und marmor

wo mich doch nicht einmal mehr der regen der pappeln

groß aus der ruhe

oder wenn das telefon klingelt

da kann man schweigen wenn man will

ich habe keine verantwortung wenn ich nicht bin

heißt wenn ich so tu als wäre da nichts

und sitze, meist nachts und warte

da war er jetzt so lang gebrochen

auf das ein oder andere zeichen oder mich auch nur

darum bemühe meinen mitmenschen

verstehen zu geben was ich denke fühle

weigere mich zu

und heute kommen sie zu mir

sahen und

ich doch eigentlich nichts will

bis eben noch die flasche rotwein

jetzt dann endlich wieder

vor sechzehn uhr eine sache für den hausarzt

sagt das macht doch keinen sinn

(

die ruhe)

da ist ein mann mit apfel

im hundekostüm das fell

der stoff das hatte ich auch mal

ein dachs allerdings

1-20 einziger begleiter

die spitzen angeweißt exakt

bei norma ist er geblieben

nicht fähig nach außen zu dringen

die unterschiedliche wahrnehmung

der farbe rot

die spiegelneuronen übertragen

in ein fixes rastersystemmuster

wo andere die zahl schon sehen

unter dem verkehrten papier

die puzzlestücke zur richtigen rechnung

erst einmal suchen

oder doch die mutter?

laute musik schnell krass

da stört nicht dass draußen nur die pappeln rauschen

hier drin deep in my bone

über straßenschluchten durch canyons

ich kann mich jetzt schon sehen im gegenlicht

der aufgehenden sonne kurz vorm shootdown

wenn wir noch nicht wissen ob wir später noch am leben sind

das ist wenigstens etwas jenseits des spülbeckens

etwas aufregung rausch und dann der regen

anfang und ende

ich in einem fenster, cafe, ein kuss

ich auf einer straße, links und rechts nur sand und büsche

als reste einer kreidezeichnung

fahrt nach oben man sieht wieder den Horizont

ich und du

das war einmal

ich

ich

ich

hört man mich immer leiser

ich

mein kopf hebt sich

aus

und nocheinmal

glühwürmchen auf den ohren

im kopf dem körper ein druck

da sitzt man in der bahn

wegen bauarbeiten

dieses eine mal

ein baum gefallen quetscht

die hand fast auf ihrer brust

fünf bis sieben minuten

das grinsen

orange kabel zu dutzenden

verlegt parallel hier

schlief goethe eine nacht

sechzehnten auf siebzehnten

(bei der anfahrt nur

ein kreischen und schlagen)

gegenüber bemerkungen und

korrekturen in ein gelbes heft

die karte für einen euro

zu wenig der halt

das heißt hier einfach brooklyn

juni zweitausenddreizehn

der giebel spitzt sich zu

über deinem kopf sein brechen

wenn am angelhaken nur

mein freund

ich weiß nicht wie ich´s sagen soll

es war schon spät

sehr kalt kein doch

das ist falsch und mir zu biblisch

die laterne nur ein schmaler strich

im wasser

das bellen der rehe dort

dein gesicht hinter der Tür

hochrot und stark verzogen

die fliege voller dreck

sehr gut erhalten

eingedrückt im fensterrahmen

ich muss mir die beine verkneifen

die wäsche auf dem ständer

wird bis morgen nicht mehr trocknen

zum glück hab ich orangensaft

mit wasser aus dem weinglas

meiner schwester

du erinnerst dich noch

das knacksen der apparatur

als du klein warst

deine mutter stand neben dir

blickte starr geradeaus

hielt die hand gar zu fest

da war und ist der See

tief schwarz so gleitend

eine falsche neonröhre

in deiner brust

und immer dieses stechen

dir kommt das gefühl abhanden

für die enden deiner fingerglieder

weiter unten

hättest du nur ein regal

einen stützstrumpf ein notizbuch

oder strom, die wucht

wenn die türen klappen ist

den menschen alles recht

ein saxophon holt aus zum schlag

der hals ein nicken

oder brechen

die seiten fliegen zum mond

das wird alles so brachial

es hebt an

nagel die zonen in die wand

so ist kein entkommen

flammen auf den liegestuhl

ein schluck apfelsaft

dein kleiner grüner gummiball

und immer dieses zirpen

zirpen?

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