die waende der haeuser

In by Sebastian Caspar2 Comments

die waende der haeuser sind noch warm durch die glut der letzten tage, und ich mag es meine wange an sie zu pressen, wenn die nacht mich schwer umfaellt und sehnsucht nach dir mich stumm und aelter werden laesst.

wallend stroemt ein wein durch meine venen und der geschmack des herbstes klebt mir auf den lippen. einsam ist mein weg zu dir und meine verzweiflung nach den kuessen, dass darauf ein blinder grüßt – laechelnd, auf vibrierendem asphalt.

es ist diese wirklichkeit, groß und gewaltig, und morgen spatzen, die vom rasen wuermer picken. erzaehlungen von laengst verlorenen und dahinter, immer wieder – kalter, gelber schein der stadt.

verflogene sommer. seen, die bald schon eis gebaeren. ein kraeuseln auf der oberflaeche.

Comments

  1. Johanna B.

    Die erste Strophe ist !genial!. Danach wird es mir manchmal ein bisschen zu pathetisch, „wallen“ und „gebären“ müssen meiner Meinung nach nicht sein.
    Trotzdem schöner Text 🙂

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