Campingplatzblues

In by michael spyra0 Comments

(für K.F.)

Als meine Schüler schon Studenten waren,
hab ich dich noch im Winterbett besucht,
um uns in deiner Resistenz zu paaren.
Du hattest mich im Internet gebucht.

Wir quatschten, soffen, walzten die Matratze,
ich denke immer gern daran zurück,
bis das Kondom mit meinem Schmalz zerplatzte,
denn unter diesem Stern stand unser Glück:

Wer sich nicht züchtigt, züchtet besser Hunde;
war klar, denn uns bedeutet Sodom viel.
Wir tranken aus und wässerten profunde,
dann schossen wir ein schönes Wohnmobil.

„Bevor wir einmal in der Kiste sterben“
klingst du in meinem Ohr noch tausendschön:
„lass es uns packen und Nudisten werden,
dass ich nur deinem Leib noch schmausend frön!“

So sprach die Lehrerin zum Schwerenöter.
Ich band die Hunde aneinander fest
und nahm dich, wie ein geiler Bärenköter.
Von dir blieb nur ein artverwandter Rest.

So hielt ich lange durch, bis ich erlahmte.
Jetzt kommen Burschen häufig zu Besuch.
Ich suche Werkzeug, das ich einst verkramte
und bist du läufig, schnäuze ich ins Tuch.

Kommentar verfassen