Zimt VII

In by Janey Smith0 Comments

Im Zusammenspiel zwischen Kultur und Natur

bin ich jemand der stets außerhalb bleibt

bin ich jemand dessen Augenlider viel zu schwer sind

unter dem Gewicht der Allerweltsunverbindlichkeit

bin ich jemand der dich sucht und nicht braucht

                                                der sich ständig an deiner Melancholie betrinkt

                                                der sich ständig an der Stille befriedigt

                                                der ständig an deinem Atem masturbiert

 

Komm und spuck mir ins Gesicht

Ich hasse dich am Montag

Ich möchte dich weder hören noch sehen noch riechen

Ich möchte nur

dass deine Finger blutige Straßen über meinen Rücken ebnen

 

Komm und spuck mir ins Gesicht

und ich möchte ewig frei sein

und in deinem Bett bis spät in der Nacht

durch die verschmierten Fenster die Neonlichter der Straße gaffen

                                                bis die Kälte der grauen Wände meinen Körper erfüllt

                                                bis die Töne vergessener Musik meine Muskeln platzen lassen

                                                bis all meine Säfte ausgelaufen sind

 

Im Abfluss dieses Lebens such ich nach den Bewegungen deiner Adern

In der Verlegenheit deiner Abschiede such ich nach Bestätigung für mein Dasein

In der pulsierenden Wärme deiner Glieder suche ich nach etwas Vergessenheit

In der Komposition deines Körpers such ich nach einem erträglichen Ich

 

Komm und spuck mir ins Gesicht

Ich habe schon lange vergessen wie es ist zu lieben

Denn die Materialität meiner Seele

                                               jegliche Zusprüche scheut

                                               jegliche Lügen missversteht

                                              und gegen alle Angst der Welt abgestumpft ist.

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