woran ich merke

In by Alke Stachler0 Comments

woran ich merke, dass ich längst gestorben bin: der schminkspiegel zeigt ein ausgehobenes loch in dreifacher vergrößerung, fremde kleine tiere fangen an, mit mir zu sprechen, ich lese botschaften in den knochen der lebenden, das können nur sehr sehr alte frauen, es geht um, mein körper spricht zur wüste, zu salz, zu schnee und anderen substanzen, die keinen spürbaren anfang und kein spürbares ende haben, ich bete rückwärts, hänge an haken, die einfach durch meine haut gehen, ich laufe durch bäume, beete, wände in fremde wohnungen rein, störe nicht, setze mich mit auf gesprenkelte sofas, oder auch einfach hinein, richtig hinein, sinke in das innere, spüre nicht die gedrehten stahlfedern, die sich in mich schrauben wie achterbahnen in die luft, oder den schaumstoff, der gelb ist wie narzissen, wie die augen von lemuren.

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