Semiotik Leerstelle [Waldbrand]

In by Nicole Fehrenbacher0 Comments

Ich liebe dich.

Sag ich und fühl das aber nicht. Später,

Wenn mir bewusst wird, und die Echtzeit wieder weiterläuft.

Ich von oben auf das Netz herabschauen kann, grade so, dass meine Augen über das Dickicht reichen, und ich zum ersten Mal den Wald in dem ich stehe sehe, von oben, im Außen des Innen.

Erinnerungen, die ich sammelte, zu dicht um klar zu können, leiten nur von Knoten zu immer tiefer im Kreis, ich führe meine Augen nicht, denn sie wurden geführt, keine Wahl.

Wie in surrealistischen Manifesten und Zeitreisefilmen bin ich: gleichzeitig.

Die Zeit, die neben mir steht, und ich hier, in der anderen Spur.

Kann ich außer Vergangenheit fühlen, kann ich das Jetzt, mit meinen Gefühlen, wenn es um Zeit geht die noch nicht/mehr ist? Derweil schreibe ich die Chronologie der Empfindungen, mit Ledereinband.

Eine große Nation schreibt große Geschichte; Für sich, schick und glorios, und etwas weniger.

Während die klugen Leute Bücher brüten um ihren Hang zusammen zu einem Zusammenhang zu flechten, so schreibe auch ich Geschichte, um zu sehen. Mit Dioptrie versteht sicht.

Doch im Wald hat die Illusion meiner Selbst sich wie ein klebriger Staub über alle Zeiten gelegt, und ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich hier schonmal gewesen bin. Meine Spuren sind verfälscht.

Ich brauche einen Waldbrand.

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