Noch einmal

In by Noemi Steuerwald0 Comments

Noch einmal mir die Nacht
Unter die Haut stechen,
Den Morgen tanzend anbeten
Mit Augen, die viel sehen können.

Noch einmal den Puls spüren
Untergehen, abtauchen und Atem holen
Die Seele im Windspiel flattern lassen,
Fallen, nur ein paar Stunden die Stränge kappen.

Noch einmal mir dieses Gesicht
Im Halbschatten ins Gedächnis zeichnen
Und wissen, dass ich eine andere bin
Gross, geheilt und geliebt mich fühlen.

Noch einmal diesen Körper geniessen
Wie einen späten Sommertag
Obwohl es eigentlich schon Herbst ist,
Eine kleine Berührung mit der Vergangenheit.

Noch einmal eine Ahnung bekommen,
Wie der Schmerz mich besuchte
Und ich tanzte zwischen Agonie und Apathie
Aber immerzu in die Richtung, in der ich selbst stand.
Noch einmal mein Glas erheben,
Dem Mond zu prosten
Und gierig aus dem Kelch des Lebens trinken
Halt eben einfach Schönheit sehen.

Ganz ich selber sein
Die Augen schliessen
Mich zur Musik bewegen
Träumen ohne zu schlafen.

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