mein zimmer macht sich weit

In by Maria Marggraf0 Comments

mein zimmer macht sich weit
es füllt sich an mit luft
ein kosmos jeder stein
der wand die mich umgibt
es zieht wie sie sich dehnt
ein wind durch meine haut

durchschießt den firn der haut
den brachte ich von weit
her aus der kalten luft
der stadt aus mürbem stein
die es nun nicht mehr gibt
seit sich mein raum ausdehnt

dabei den firn zerdehnt
er bricht von meiner haut
das bersten hört man weit
dunst mischt sich in die luft
kristall prallt auf den stein
der zischend antwort gibt

dem wind mich übergibt
des zimmers das sich dehnt
und schutzlos ist die haut
ohne den firn der weit
entfernt ist brennt die luft
auf ihr und glüht der stein

schweißperlen legt der stein
mir auf die haut die gibt
nun nach und endlich dehnt
sie sich die dünne haut
zergeht verteilt sich weit
und löst sich in der luft

mir fehlt die kalte luft
die ich verließ der stein
der stadt die es nicht gibt
der rückweg zu ihr dehnt
sich mehr als meine haut
die stadt ist schon zu weit

und weithin nichts als luft
kein stein der mich umgibt
nichts dehnt sich keine haut

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