Kreuzkümmel

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Kreuzkümmel

 

von innen nach außen gestülpte Heimkehr: immerhin behänder Hände Wärme in altem Obst. aus fruchtvoller Frühe und trocken in Dornen, in Nadeln: schwarzer Stein durch Schneisen und Holz überliefert, gespült, heraufbeschworen: zwischen den Schneidezähnen ein kleiner Feigenbaum, Ohrenschmalz aus Safran. aber jäh in Lehen & Gleißen von steifen Sonnen, in ölbaumloser Ödnis verschollen, zerronnen im Gepolterabend. irgendwo in ihren Unterlagen haben die Minister des Salzministeriums ihre Namen vermerkt, und irgendwo in meinen Unterlagen ist die Architektur für Pergamentmonde, ganz nach dem Geschmack meiner neuen Freunde. in Hieroglyphennotizen, die mir Wärter stahlen in Sternenalleen: eingraviert, verschlust und bekümmert. wie flüchtig der alt Weiber Sommerabend nun, wie tief gebeugt und umwittert in Maschinen aller Tage Abend. Pracht & Dunkel sickern ins mandelbaumölige Glitzern: meine neuen Freunde sind an Mohnwurzeln verknotete Sänger, das Myzel meiner Wünsche umzingelt ihre Kreuzkümmelkörper. ein verbotener Physalispfad tröpfelt uns nachher, jeher im Umherirren hoch in Prärietrommeln und ins Gebell. notiere im Piktogramm, mein neuer Freund: lodere grün, blau, verheiße, geselle, erzürne, ausbeute die Sonne, vergnüge den Mond, verliebe, säge, singe, in Sägespäne:

Cumin, Cumin, Cumin.

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