Asche & Schutt

In by Lasse Juergensen0 Comments

die denkmalgeschützten Delinquenten tragen Rechtschaffenheit und Krümel schwarzer Flügel aus Äthiopien und Alaska in ihren Krügen durch die Lindenalleen von Vorpommern. seichte Morde und die Trümmer alter orientalischer Dialekte durchwehen ihre Brieftaschen und Begebenheiten mit Familienangehörigen. die Delinquenten lieben die grauen Türme wo zerbrannt die hohen Träume von fernen, abtrünnigen Verwandten. wer zuletzt lacht purzelt unter die Kommode, prügelt sich mit den Raufbolden, welche zerfallen im Spinnen der Webstühle, zeitgleich zum Fünfuhrtee. wer anderen eine Grube gräbt, starrt lange in dreizehn schlüpfrige Monde, der sickert langsam in die feuchten Böden vom Doggerland. hinter Schloß und Riegel wer nicht die blauen Flammen pflegt, gedrungen und schmächtig wer Konsonanten nicht vor den Wäldern im Abendlichtdunst lobt. verroht die Spielklaviere, verstreut das Holz von altvorderen Kompositionen. die trockenen Reste bläuen einem ein wie zu zerfallen sei, wie zu halten die Fackel vor gestümen Unhold aus Moränen. Osiris und die Heiden beträufeln Leiber mit Honig und bauen Mausoleen, aber der Rauch durchdringt auch ihre Nasenflügel. die Hehler und Schächer schmiegen sich an die Urnen im Dunst; deren Inhalt ist geraumer Lehm und Saatkrähenwolken; geseufzt in leisen Schwingungen bis nach Spitzbergen und Siebenbürgen. droben von den Zinnen des Kölner Doms schmieren Abdecker Salmiak und Seife in die Krümmungen der Luft, und es ist hineingehaucht zart und spitz darin: die Einzige, Währung der Verwahrlosten, Inhalt der Krüge, Wunschtraum der Verschollenen, Klebeband der Toten an die zersprengten Weihrauchkirchen, mir wird so alt und bang an der Esche.. Inhalt der Krüge, im Rost der alten Schaufeln und Zimmermansschwüre, dem Ölberg verwehrt, in den Urnen, verstreut im Sand von Abu Dhabi, verstreut in den Scherben der Porzellankatzenspielzeugfiguren. mir ist so klamm und fremd im Erzgebirge.. unsere Augenbrauen in IHr, Kamel- und Säugetierhaare, Wimpern von Jenischen und Beduinen, Henker zaubern SIe aus dem Hut, geheißen zu stieren in Knochenreste von Witwen und Wahhabiten. Waffen in Schnapszahlenanzahl in den Lagerfeuern nähren SIe, gleichsam der Staudämme Schutt und Schriftzeichen in Gewitterschauern. unsere ergrauten Wünschen in IHr. mir ist so nach unter der Erde liegen…. Vernarbte, eure Wunden IHr die Zukunft, IHr Gefolgschaft alle Zermürbten. SIe weht von den Zinnen Speyers, und im Freudentaumel in der Quecksilberluft lachen verborgen die Spielleute und Pfannenpflicker. eine Brise Cognac und Nebel ist zerrieben in IHr in den Urnen, Elohim, all die Namen, all jene kleinen Tode zu dienen der Einzigen im Tetragramm, hinter dem Schleiermantel, auf dem Ziegenberg. Ruß in den Schornsteinen, Geröll und Schutt im Sinai, zerflettertes Gekröse in den Körpern, surgite surgite! Staub von sechs Monden, Störgeräusche in sperrigen Maschinen, Gezitter von Knöcheln und Gebeinen, surgite surgite! Knorpel in den Gelenken, graue Konsonantenschrift an unseren Ellenbogen und Schlüsselbeinen, steigt auf zu einer Wolke, einem Rauchzeichennamen der allen Wuchs und Weben durchtrocknenden Staubmasse! schlingelt, hustet, kriecht und beugt euch gern..

Staub von sechs Monden.

Krümel in den Krügen.

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