Vertrauter Abschied

In by Sebastian Caspar0 Comments

Geh nicht fort und beschreite die Pfade,
Die verloren nur in blaue Irrnis führen.
Die so seltsam mir ans Herze rühren,
Und pochen gleich einer dunklen Gabe.

Hart schlägt die Drossel, sanft rauscht das Rohr,
Auf den Feldern nistet fett der Sommer.
Ihr golden Ähren! Ein Blitz, dann Donner.
Schon strömt ein Regen dem Himmel empor.

Licht bricht jetzt als weißer Riegel,
Haupt an Haupt sind wir uns zugeneigt.
Vom dunklen Zwang der Nacht befreit,
Ist es dein Schatten nun im Spiegel.

Nimm meine Hand, vergiss die Jahre.
Denk an die Stunden, in denen wir waren.
In denen wir liebten, in denen wir starben.
Lass mich umtanzen dich, Verwundbare.

Sing mir das unendlich währende Lied,
Sing es hinauf ins Licht der Sterne.
Wir sind so klein. Oh schwarze Ferne!
Tu aus die Sorgen, tu aus den Krieg.

Geh nicht fort und beschreite die Pfade,
Die verloren nur in blaue Irrnis führen.
Die so seltsam mir ans Herze rühren,
Und pochen gleich einer dunklen Gabe.

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