aber das ist inzwischen zu ende gedacht

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wo ich stehe und im wandel
begriffen bin
(immer wandel und wende)
ist der himmel in den sand vertaut
und die straße wächst von selbst
in die umdrahteten horizonte hinein
(ein messerschnitt nur)
vielleicht erzähle ich dir
von den ausverkäufen in der stadt
und den straßenhunden die
in luftlöchern leben
und dort auch schlafen
und fressen
gelernt haben
dann wetzt der endmai seine zähne
am kühlergrill und liebe
geht über bord
zahn um zahn
wie es die satellitenschüsseln
ihr flüstern
wie es ist sich aus seinem
körper ausgesperrt zu haben
zum beispiel haben wir das
(und vieles mehr) untersucht
am randstein sticht der
totgelbe löwenzahn
die kalkweißen schleierwolken auf
die häuser werfen mir
unter erheblicher steuerbelastung
ihre schatten in den
mund
ungeküsst
im ohne grund verwundeten sonnenlicht
und
du liegst im bett auf dem balkon
dein kopf in der hausbar
und spielst am getönten braun
deines pferdeschwanzes
sag wann sind wir zuletzt
draußen gewesen
hier
im hof spielen zwei kinder
federball mit einer totgeschossenen
taube
und verscharren die liebesbriefe
ihrer eltern
im mutterboden beim flieder
hörst du ihr schreien
jene schlagzeile dort
ist mit immenser bedeutung aufgeladen
so wie jedes staubkorn auf dem fenstersims
das die nacht im rausch
vergessen hat
sie fragt
wie viele arztpraxen noch
eröffnet werden müssen
bis wir uns innerlich
gesund fühlen
(ein artgerecht gehaltenes tier)
da ist selbstaufgabe und opferung
wir könnten noch in
den park gehen
oder einkaufen
obwohl wir eigentlich nichts
brauchen
oder wir gehen ins autohaus und
setzen uns in jeden einzelnen
neuwagen
stellen uns vor vielleicht
(mit glück) haben wir den geruch
der ledersitze angenommen
ja wenn das nicht freiheit ist
inzwischen zu ende gedacht
wetter wie abgesang
strohfeuer
und hagel
der kodensstreifen schiebt das
flugzeug langsam über den
wolkenlosen himmel
bis es aus dem blickfeld ist
die sonne scheint
wind geht
ein symbol für irgendetwas
denkst du nicht

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